Kuddelmodell

Januar 18, 2010

Die SF-Kolonie

Einsortiert unter: Modellbau — kris292 @ 10:17 vormittags

Für jede Art von Science Fiction Tabletop – und auch für Jetztzeit-Szenarien – ist eine Raumstadtion bzw. ein Flughafen ein sehr passendes Gelände.  Als ambitioniertes erstes Projekt blieb es allerdings nicht bei einer Landeplattform und einem Tower, es kamen bald allerlei Nebengebäude dazu: eine Garage, Wohnbarracken, ein größeres Haupthaus, Zäune und andere Begrenzungen, mit denen sich rasch ein in sich geschlossener Komplex aufbauen läßt, in dem Spacemarines und Aliens hervorragend “hide and seek” spielen können.

Die Kolonie ist das bisher materialaufwändigste Projekt, da die Gebäude deutlich größer sind als mittelalterliche Häuser oder die kleinen Hütten der Wüstenstadt.  Die Stabilität der von mir verarbeiteten Korkplatten läßt auch hohe Gebäude wie den Tower problemlos zu.

Ich bin mit dem Material sehr zufrieden. Frühere Versuche mit dickem Papier, Pappe, Architektenkarton oder  Balsaholz haben mir weniger gut gefallen, da sie entweder zu anfällig waren (gerade Papier und Pappe hatten die Tendenz, sich in feuchter Luft zu verziehen oder durch Lagerung einzuknicken) oder zu teuer (sicher, man kann eine ganze Kolonie aus Balsaholz bauen, aber wer will das bezahlen?) oder zu schwer zu verarbeiten. Korkplatten sind für mich wirklich das Material der Wahl, auch wenn sehr feine Strukturen damit nicht zu machen sind, so dass ich es mit z.B. mit Holz und Draht ergänze.

Während die meisten Gebäude der Kolonie jetzt bestehen, hapert es an der Bemalung – die großen, gleichförmigen Flächen sind nicht gerade spannend und dann passiert es allzu schnell, dass mich ein anderes Projekt mehr lockt und ich den Pinsel wieder zur Seite lege. Zudem ist die Kolonie ja auch so einsetzbar und hat bereits ihre ersten Schlachten gesehen. Aber immerhin, der Tower und die Landeplattform sind bereits schwarz grundiert. Das ist der erste Schritt auf einer noch ziemlich langen Straße…

Januar 17, 2010

Wogende Galaxien

Einsortiert unter: Gelände — kris292 @ 10:27 vormittags

Hier mein aktuelles Werk: wogende Galaxien. Ein Triptychon aus bewegten Gelb- und Rottönen mit weißen Strukturen darin wie die Spiralarme verlorener Milchstraßen. Oder neuronale Netzwerke in Auflösung begriffen. Oder…

Nein, es ist keine abstrakte Kunst.

Das hier sind die Bodenplatten für meine Wüsten-Szenarien. Nach ersten Versuchen in ziemlich gleichförmigen Gelb- und Ockertönen, die mir gar nicht gefallen wollten, bin ich nun zu etwas mehr Kontrast über gegangen.  Vielleicht ist das nicht so nahe an einer “echten” Wüste, aber erstens kann ja keiner sagen, wie es auf anderen Welten in den steinigen Einöden aussieht und zweitens ist es einfach hübscher. Meine Felsen, die den Platten die nötige Dreidimensionalität geben werden, sind im gleichen Farbschema bemalt, allerdings noch lange nicht fertig. Da sie ein größeres Projekt sind, werde ich ihnen einen eigenen Artikel widmen.

Januar 16, 2010

Treibsand

Einsortiert unter: Allgemein, Miniatur — kris292 @ 11:35 vormittags

Nein, kein grausiges Szenario, in dem ganze Armee und (ziemlich alte) Einzelfiguren im Treibsand unter gehen.

 Hier bekommen sie nur alle im Sandbad endlich eine richtige Base. Die bestreiche ich mit Ponal und versenke sie dann einige Zeit in Vogelsand, der besonders gut ist, da er auch “größere” Steinchen enthält, so dass der Untergrund der Figuren nachher abwechslungsreicher aussieht. Der so aufgeklebte Sand wird bemalt, geinkt und gedrybrushed, um einen möglichst natürlichen Eindruck zu machen. Größere Steinchen male ich separat an, zum Schluß kommt ein bisschen statisches Gras hinzu. Viel Aufwand, aber eine schöne Figur, deren Bemalung ja durchaus einige Stunden verschlingen kann, verdienen auch einen ebenso schönen Untergrund.

Aber diese ganzen Leute hier sind erst bei Schritt eins, dem Sandbad. Urlaub am Strand. Ich sollte ihnen Schirmchen aufstellen…

Januar 15, 2010

Mortheim -Der Anfang-

Einsortiert unter: Modellbau, Uncategorized — kris292 @ 2:51 nachmittags

Schwesternschaft des Sigmar
Schwesternschaft des Sigmar

Mortheim ist – für alle, die es nicht wissen – ein Tabletop, das in der Warhammerwelt spielt. Es spielt in einer Stadt, die von einem Meteoriten zerstört wurde, der Warpstein enthielt. Verschiedene Gruppen von “Interessenten” treffen sich in dieser Stadt, um das Chaosgestein zu bergen – oder eben jene zu vernichten, die sich von dem Warpstein angezogen fühlen.  Demnach sind die Ruinen von Mortheim der Schauplatz zahlreicher Kämpfe zwischen Skaven, Orks, Menschen, Zwergen, Elfen und allen anderen Rassen aus der Warhammer Welt.

Eine ganze in Trümmern liegende Stadt für Tabletop nachzubauen, ist natürlich ein ziemlich umfangreiches Unterfangen, aber für den Beginn genügen eine Ruinen, um das Gefühl zu vermitteln, damit die Schwesternschaft des Sigmar – meine für dieses Szenario bevorzugte Armee – auch richtig zur Geltung kommen kann.

Die Ruinen weisen unterschiedliche Stadien der Zerstörung auf. Diese hier zum Beispiel besteht eigentlich nur noch aus ein paar Mauerresten, Trümmern, einem verbogenen Holzfußboden und einem Pfeiler. In den Ecken sammeln sich Schutt und Schmutz.

Das Modell ist aus Korkfliesen geschnitten, der Boden ist mit echten Hölzchen ausgelegt (Vollholzlaminat, das läßt natürlich die Miete steigen…), der Schutt besteht aus mit Ponal verrührtem Sand, der nach dem Trocknen bemalt, geinkt und gebrushed wurde.

Von diesem Gebäude ist etwas mehr stehen geblieben, was im Spiel die Möglichkeiten eines Angriffs von oben und weite Sicht eröffnet. Ich habe darauf verzichtet, Treppen oder Leitern fest einzubauen.

Das gleiche Gebäude von außen. Zuerst schien es mir seltsam, die Ruine in dem leuchtenden Rot zu bemalen, aber warum soll alles grau und verbrannt sein, selbst in einer Stadt wie Mortheim? Die Balken- und Rahmenkonstruktionen an der Außenwand sind, ebenso wie der Fußboden, aus echtem Holz. Es war so viel einfacher, damit zu arbeiten und das Holz entsprechend einzufärben und zu drybrushen, als Karton oder irgendeinen Schaumstoff zu nehmen und zu versuchen, dem dann eine Holzstruktur aufzumalen.

Hier eine “Ruine im Rohbau” – mit ein paar Kriegerinnen der Schwesternschaft, die sich – anders als ihre Mutter Oberin – von der Bemalung her auch noch im Werden befinden.  Das Gebäude wird so groß werden, dass es auch Kämpfe in seinem Inneren erlaubt, mit mehreren Zimmern und zwei Stockwerken. Um alles erreichen zu können, werden Teile der Wände abnehmbar sein – ob das praktikabel ist, wird sich erst zeigen, wenn es fertig ist. Insgesamt möchte ich die Ruine variabel halten, also Wände und Dächer herausnehmbar machen, allerdings nur, wenn es damit noch gut aussieht.  Rollenspielansprüche und Modellbauperfektionismus können da durchaus im Widerstreit liegen .-)

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